4me Tapetenwechsel

Kategorie: Mut machen

Artikelnummer: PK252

Für Umzug, Umbau, Um-die-Häuser-Ziehen und andere Formen des Neulandes und Neustarts

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Neue Wege wagen

Wünschen wir uns manchmal nicht auch, dass wir Unangenehmes, erlittene Schmerzen und Verlust vergessen können? Dass sich leidvolle Erinnerungen in Luft auflösen, und wir uns gar nicht mehr vorstellen können, so etwas wirklich erlebt zu haben. Wir sehnen uns nach dem „Reset“-Knopf, der all das Unschöne in unserem Leben auslöscht Doch ohne diese Erfahrungen können wir uns nicht über das Neue freuen. Wir schauen nach vorne, sind gespannt darauf, was das Leben für uns Unerwartetes bereithält.

Wie kann das Frühere vergessen werden? Wir alle haben unsere traumatischen Erlebnisse erlebt hat: Ob Trennung, Verlust von Arbeitsplatz oder geliebten Angehörigen, ob Krankheiten oder das Erleben von psychischer oder körperlicher Gewalt. Wie soll man das vergessen, was sich so tief in das Gedächtnis eingeprägt hat? Vergessen kann man eigentlich nur, wenn das Neue, das kommt, noch eindrucksvoller ist, noch mehr beeindruckt, noch tiefere Spuren hinterlässt. Wenn es so gewaltig, so überwältigend ist, dass das Alte an Bedeutung verliert.

Viele ehemalige Drogen- oder Alkoholabhängige erzählen so etwas immer wieder: Nach der Therapie spielte sich ihr Leben in völlig neuen Bahnen ab: neuer Freundeskreis – der alte hätte sie wieder zu den Drogen geführt. Neuer Arbeitsplatz – am alten wären sie für immer abgestempelt gewesen. Neue Hobbies, Interessen, Beschäftigungen – die alten hätten sie nur in alte Denk- und Verhaltensmuster geführt. Neue Umgangsformen in der Ehe, zu den Kindern – die alten waren meistens der Tod im Topf jeglicher Beziehung.

Interessant ist: Aus der Hirnforschung wissen wir, dass unser Denken tatsächlich neu werden kann. Es können durch neue Erfahrungen, die kontinuierlich wahrgenommen werden, neue Verbindungen, Nervenbahnen entstehen, die unser Denken wortwörtlich „in neue Bahnen“ lenken. So kann in der Tat das Alte, sehr eindrucksvolle, von Neuem, noch Beeindruckenderem überschrieben werden. Die Hirnforschung sagt: Lebenslang Neues lernen ist möglich. Lebenslang kann das Denken in neu entwickelte Bahnen im Gehirn gelenkt werden.

Das Neue spielt sich nicht auf den alten Wegen ab. Es geht um neue Wege, die gewagt werden sollen, unbekannte Wege, zunächst fremde Umgebung, Neuland. Um etwas Neues zu wagen, braucht es Mut. Wagemut nennt man diesen Mut in unserer Sprache. Wagemut. Wer etwas wagt und den Mut hat, hat meistens auch Selbstvertrauen. Wer das alles verloren hat, kann es wiedergewinnen, wenn er mit Gottvertrauen beginnt. Gottvertrauen stärkt mit der Zeit auch unser Selbstvertrauen.

Das Neue, das überwältigend ist, so eindrucksvoll, dass man das Alte vergessen kann, begegnet uns oder entsteht meistens, in dem man die neuen Wege wagt. Auf der Suche nach einem Wort Gottes, das in dieser Situation trägt und das die unerträglich Situation verträgt, hört Jesaja: „Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen.“ „Schaut nach vorne“: Wir sollen entdecken. Nicht erfinden. Wir dürfen etwas vorfinden, das für uns geschaffen wurde. Viel zu oft denken wir, wir könnten mit unseren Kräften die Situation verändern und verbessern. Wir maßen uns an, etwas wirklich Neues schaffen zu können. Das erinnert aber dann doch stark an „Flucht“. Wir wollen Neues schaffen und flüchten in eine neue Beziehung. Wir suchen Neues und flüchten uns in schnelles, kurzlebiges Glück: Liebe – Geld – Suchtmittel. Ein wirklich neuer Weg ist das nicht. Jesaja hört, dass Gott selber etwas kreiert, etwas schafft, hervorbringt. Und wir sollen es sehen. „Schaut“, wir sollen es erkennen. Erkennen heißt übrigens auch „liebgewinnen“. Und das ist bei einem Neuanfang wichtig: liebgewinnen, auch wenn vieles unliebsam ist. Lassen wir uns darauf ein und vertrauen dem, der nur das Beste für uns will: Gott.

Mit freundlicher Genehmigung Pfarrer Heiko Bräuning, mehr unter www.stunde-des-hoechsten.de

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