4me "Merry X-Mas" Deutsch/Englisch

Kategorie: Ereignisse

Artikelnummer: PK254

Auch für Gemeinden und internationale Kontakte: Diese Postkarte bringt Krippe und Kreuz zusammen.

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Wenn Weihnachten auf Ostern trifft

Krippe und Kreuz sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Den Satz hat man vielleicht schon mal gehört. Die zentralen Begriffe von Weihnachten und Ostern in einem Satz - wie passt das zusammen?

In der Weihnachtszeit haben viele das Kind in der Krippe vor Augen. Da liegt Jesus, der in den ärmlichsten Verhältnissen zur Welt gekommen ist. Uns kommen die Krippenfiguren in den Sinn, die wieder in den Häusern aufgestellt sind. In der Krippe ein strahlendes Jesus-Kind, umringt von glücklichen Eltern und bewundernden Hirten und Weisen. Und dann zu Weihnachten die Botschaft „Euch ist heute der Heiland geboren”. Wem hilft das eigentlich noch? Was können wir noch anfangen mit dem hilflosen Kind auf Heu und Stroh? Vielleicht reicht sein Geburtstag für die, die zufrieden und glücklich sind, denen es gut geht. Aber was ist mit den anderen; mit denen, die Sorge um ihre Familie haben, die in finanzieller Not sind, die Angst um einen lieben Menschen haben oder sich fürchten vor Krankheit oder gar Tod?

Weihnachten. Das Kind in der Krippe. Ist das nicht vielleicht doch nur ein Fest für die Kinder, ein Fest für die Geschenke, ein Fest, um große Geschäfte mit dem Geld anderer zu machen? Das Kind in der Krippe ist davon losgelöst und dennoch mit etwas verbunden. Krippe und Kreuz sind eins, das zeigt das Motiv der Karte. Unser Blick wandert vom gekreuzten Holz der Futterkrippe von Bethlehem zum Kreuz von Golgatha. Zunächst scheint das gar nicht zum Bild zu passen, zur weihnachtlichen Stimmung erst recht nicht. Aber gerade dieser Störfaktor kann ein Schlüssel zum Weihnachtsfest werden.

An Weihnachten geht es nämlich nicht nur darum, dass uns der Heiland geboren ist. Ja, wenn man es genau nimmt, ist das sogar nur die halbe Weihnachtsbotschaft. Deshalb hat der Engel in seiner Botschaft auch mehr gesagt: „Denn euch ist heute der Heiland geboren, ... welcher ist Christus, der Herr.” Dieser Satz bleibt nicht bei dem kleinen hilflosen Kind in der Krippe stehen, sondern weist nach vorne; zu dem, der einmal leiden und sterben wird; zu dem, der das Versagen von uns Menschen auf sich nimmt; zu dem, der mit uns leidet in unseren Sorgen und Nöten, ja, der bis in die tiefsten Tiefen unseres Lebens, bis zum Tod mit uns geht.

Das Kind in der Krippe allein hilft also nicht weiter. Wenn wir nur bei ihm stehen bleiben, bleibt Weihnachten wirklich nur etwas für Kinder; dann bleibt auch der Glaube selbst nur Kinderkram. Wenn das Kind in der Krippe nicht erwachsen wird, dann können auch wir nicht wachsen. Gottes Geschenk an uns gibt es nur im Gesamtpaket. Die „stille Nacht, heilige Nacht” und die Todesnacht von Karfreitag gehören zusammen. Das will auch dieses Bild sagen: Krippe und Kreuz sind aus demselben Holz geschnitzt. Wenn nicht, dann ist der Wurm drin. Dann löst sich das Weihnachtsfest ein paar Tage später in Wohlgefallen auf. Dann war es nur eine nette Unterbrechung des Alltags, aber nichts, was den Alltag trägt. Lassen wir es nicht soweit kommen.

Eine Andacht von Pastor Johann Goudschaal. Mit freundlicher Genehmigung der Evangelisch-lutherischen Christus-Kirchengemeinde Hollen, www.kirche-hollen.de

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